Lektion 0: Der erste Einstieg in die Sprache – Vokabeln

Chamo-me XY. (PT)/Me chamo XY. (BR) = Ich heiße XY.

Eu estudo (Infinitiv: estudar) história. = Ich studiere Geschichte.

também = auch

Eu moro (Infinitiv: morar) em Leverkusen. = Ich wohne in Leverkusen.

Eu moro também em Leverkusen./Eu moro em Leverkusen também. = Ich wohne auch in Leverkusen.

o carro = das Auto

caro = teuer

Eu trabalho (Infinitiv: trabalhar) na universidade de Berlim. = Ich arbeite an der Uni Berlin.

morar em = wohnen in

Colónia (PT)/Colônia (BR) = Köln

Olá! = Hallo!/Hi!

Oi! = Hi! (vorwiegend BR, umgangssprachlich)

Bom dia! = Guten Morgen! (ca. von 6-12 Uhr)

Boa tarde! = Guten Tag! (ca. von 12-18 Uhr)

Boa noite! = Guten Abend! (ca. von 18-24 Uhr)

Como está?, Como vai? (BR)/Como estás? (PT) = Wie geht es dir?

Como está o senhor/a senhora? (BR)/Como está (o senhor/a senhora)? (PT) = Wie geht es Ihnen?

Eu estou bem, obrigado/obrigada. = Mir geht es gut, danke.

Eu não estou bem. = Mir geht es nicht gut.

Adeus! = Auf Wiedersehen!

Chau! = Tschüss!/Ciao!

falar = sprechen

Lektion 0: Präliminaria; der erste Einstieg in die Sprache – Grammatik

Präliminaria:

 

Grundlegende Grammatikkenntnisse sollten vorhanden sein, um meinen Ausführungen folgen zu können. Ich werde Begriffe wie Substantiv, Plural, Konjunktiv oder prädikativ/attributiv als bekannt voraussetzen und daher nicht erklären. Begriffe für grammatische Phänomene, die nur im Portugiesischen und nicht im Deutschen Verwendung finden, wie z.B. bestimmte Tempora oder Modi, werde ich natürlich erklären.

 

Ich würde empfehlen, den Vokabelartikel der jeweiligen Lektion gleichzeitig in einem anderen Tab zu öffnen, damit man Wörter, die im Grammatikteil vorkommen, schnell nachschauen kann.

 

Abkürzungen, die ich benutzen werde: PT = Portugal, BR = Brasilien

 

Der erste, schon sehr hilfreiche grammatische Tipp: Maskulina enden meistens auf -o, Feminina auf -a. Adjektive, die auf -o enden, lassen sich durch das Ersetzen von -o durch -a in die feminine Form bringen, da sie im selben Geschlecht stehen müssen wie das Substantiv, auf das sie sich beziehen (wie in anderen romanischen Sprachen auch). Adjektive, die in ihrer maskulinen Form auf einem anderen Buchstaben als -o enden, ändern sich in der femininen Form größtenteils nicht. Ausnahmen von dieser Regel werde ich kennzeichnen, aber ansonsten werde ich immer nur die maskuline Form eines Adjektivs angeben.

 

Verben gebe ich im Infinitiv an; wie man Verben verschiedener Gruppen konjugiert, lernen wir nach und nach. Substantiven füge ich immer den bestimmten Artikel voran, so dass das grammatische Geschlecht eindeutig zu erkennen ist.

 

Syntax: Ein typischer Aussagesatz im Portugiesischen besteht (in dieser Reihenfolge) aus Subjekt, Prädikat und eventuellen Objekten. Adverbiale Bestimmungen können oft an verschiedenen Stellen des Satzes eingeschoben werden, z.B. am Ende, am Anfang, vor oder nach dem finiten Verb; sie sind also syntaktisch sehr flexibel, ähnlich wie im Englischen, vielleicht etwas weniger als im Deutschen.

Verneinung:

Eu não trabalho na universidade de Berlim. = Ich arbeite nicht an der Uni Berlin.

Regel: Zur Verneinung setzt man die Verneinungspartikel não vor das finite Verb.

 

Entscheidungsfragen stellen:

Você trabalha. Você trabalha? = Du arbeitest. Arbeitest du? (BR)/Sie arbeiten. Arbeiten Sie? (PT)

Regel: Entscheidungsfragen behalten die Satzstellung des entsprechenden Aussagesatzes bei; man kann sie in der Schrift lediglich am Fragezeichen und in der gesprochenen Sprache lediglich am ansteigenden Ton erkennen.

 

Entscheidungsfragen beantworten:

Sim = ja; não = nein; öfter wird aber mit dem finiten Verb oder mit finitem Verb in Kombination sim/não geantwortet:

Trabalha na universidade de Berlim? = Arbeitest du (BR)/Arbeiten Sie (PT) an der Berliner Uni?

  • Sim./Trabalho./Sim, trabalho./Trabalho, sim. = Ja.
  • Não./Não trabalho./Não, não trabalho./Não trabalho, não. = Nein.

 

Der bestimmte Artikel:

maskulin Singular: o, maskulin Plural: os

feminin Singular: a, feminin Plural: as

Anmerkung: Der bestimmte Artikel wird ähnlich wie im Deutschen verwendet. Weggelassen wird er – genau wie im Deutschen – bei vorher noch nicht genannten Dingen, ebenso bei quantitativ nicht näher definierten Einheiten. Vergleiche {Como (Infinitiv: comer) o peixe = Ich esse den Fisch (diesen hier; den ich gestern gefangen habe; den einzigen, den wir haben;…)} mit {Como peixe = Ich esse Fisch (ich esse allgemein Fisch/ich mag Fisch; ich esse jetzt gerade Fisch, aber eine unbestimmte Menge, nicht zwangsläufig nur einen oder einen ganzen)}. Französischsprecher aufgepasst: Im zweiten Beispiel wäre im Französischen der so genannte Partitiv erforderlich („Je mange DU poisson.“) – diesen gibt es im Portugiesischen nicht! Wichtiger Unterschied zum Deutschen: Personennamen und Ländernamen werden normalerweise vom bestimmten Artikel begleitet! z.B. Vejo a Ana. = Ich sehe Ana. O Brasil é um país bonito. = Brasilien ist ein schönes Land. Städtenamen haben dagegen im Normalfall keinen bestimmten Artikel!

 

Sagen, wo man wohnt:

Morar = wohnen zieht die Präposition em = in nach sich. Darauf folgt dann der Städtename ohne Artikel oder der Landesname mit Artikel. Aufgepasst: Eine Besonderheit des Portugiesischen ist die Verschmelzung verschiedener Präpositionen mit dem Artikel. So wird em + o zu no und em + a zu na. Analog em + os → nos und em + as → nas. Es heißt also „Eu moro em Wuppertal“, aber „Eu moro na Alemanha/no Brasil/no Japão/nos Estados Unidos/nas Bahamas…“.

Die Grundregel besagt, dass Ländernamen immer den bestimmten Artikel haben und Städtenamen nie. Es gibt allerdings einige wenige Ausnahmen:

  • o Rio (de Janeiro), o Porto: Städte mit Artikel

Portugal, Moçambique, Angola, Cuba, Cabo Verde: Länder ohne Artikel

 

Begrüßung:

Olá! = Hallo!/Hi!

Oi! = Hi! (vorwiegend BR, umgangssprachlich)

Bom dia! = Guten Morgen! (ca. von 6-12 Uhr)

Boa tarde! = Guten Tag! (ca. von 12-18 Uhr)

Boa noite! = Guten Abend! (ca. von 18-24 Uhr)

Wenn man jemanden zwischen 0 und 6 Uhr begrüßen möchte, steht man nach dieser Tabelle vor einem Problem, das sich nichtsdestotrotz schnell lösen lässt: Um 00.15 Uhr ist es sicher nichts Ungewöhnliches, noch „boa noite“ zu sagen, um 5.45 sagt man auch schon „bom dia“, nur dazwischen ist es etwas heikler – hier sollte man am besten sein Gefühl entscheiden lassen, ob einem eher noch nach Abend oder schon nach Morgen ist.

 

Sich verabschieden:

Adeus! = Auf Wiedersehen!

Chau! = Tschüss!/Ciao!

 

Die Zahlen bis 10:

um, dois, três, quatro, cinco, seis, sete, oito, nove, dez

 

Das war schon die erste Lektion! In der ersten Sitzung haben wir noch nicht mit dem Kurs arbeiten können, weil den noch niemand hatte, daher sind wir erst einmal spontan ein bisschen in die Sprache eingetaucht. Schaut euch auch die Vokabeln an!

Eine kurze Beschreibung

Ich habe schon ewig nichts mehr geschrieben, und da das neue Semester bald anfängt, sollte ich meine Sprachkenntnisse systematisch revidieren; dies werde ich hier in Form eines Blogs machen, einerseits, weil ich dadurch vielleicht eine größere Systematik in die Wiederholung bringen kann, wenn ich alles sortiere und niederschreibe, andererseits aber auch vielleicht anderen behilflich sein kann, die meine Sprachen lernen oder hierüber lernen möchten, wobei mein Blog natürlich kein adäquater Ersatz für einen echten Sprachkurs sein kann ;)

Ich werde mit Portugiesisch anfangen, aus dem einfachen Grund, dass die Zeit weit mehr drängt, weil dieser Kurs nach einem halben Semester schon vorüber sein wird – und das bei meinem Lieblingssprachkurs… :( :( :( Tja, die Uni (bzw. das Land) hat mal wieder Mist gebaut, weshalb Eigeninitiative noch wichtiger wird…

Ich denke, ich werde eine Unterkategorie für Vokabeln und eine für Grammatik einrichten und chronologisch, d.h. nach Lektionen vorgehen. Vielleicht bin ich ja jemandem da draußen etwas behilflich :)

In unserem Kurs benutzen wir den Langenscheidtkurs Portugiesisch, mit Lehrbuch, Vokabelverzeichnis, Grammatik-/Testbuch und CDs (sehr wichtig für eine authentische Aussprache! Wenngleich meines Erachtens der schönere brasilianische Dialekt viel zu kurz kommt – na, zum Glück habe ich einen brasilianischen Dozenten ;) ). Viel Spaß mit meinem “Kurs”!

Nearest book

So, auf Vorschlag eröffne ich diese Kategorie mit einem Spielchen, dass auf dieser Seite zu finden ist: http://compiler.cwsurf.de/blog/2008/11/23/nearest-book-meme/.

Instructions / Anleitung:
- Grab the nearest book. / Greif Dir das nächst erreichbare Buch.
- Open it to page 56. / Schlage Seite 56 auf.
- Find the fifth sentence. / Finde den fünften Satz.
- Post the text of the sentence in your journal along with these instructions. / Veröffentliche den Text des Satzes in Deinem Blog zusammen mit dieser Anleitung.
- Don’t dig for your favorite book, the cool book, or the intellectual one: pick the CLOSEST. / Greif nicht Dein Lieblingsbuch oder ein cooles Buch oder ein intellektuelles: Nimm das, das Dir am nächsten ist.

Ich habe gerade drei Bücher, die gleich weit von mir entfernt sind, also bringe ich jetzt snobistischerweise auch drei Zitate:

Die Unterscheidung zwischen Genotyp (den genetischen Anlagen eines Lebewesens) und Phänotyp (seiner Erscheinungsform) wird künftig angemessen berücksichtigt. (Ian Stewart: Pentagonien, Andromeda und die gekämmte Kugel. 50 mathematische Kurzgeschichten. München: Elsevier 2004)

Arrivé sur la Arnheimplatz, non loin de chez moi, je longeai une petite haie de buis derrière laquelle se trouvait un parking désert qui bordait les devantures de quelques commerces pour la plupart fermés en juillet, une blanchisserie, un magasin de cycles et un salon de coiffure. (Jean-Philippe Toussaint: La Télévision. Paris: Les Éditions de Minuit 1997)

Tanto cismou que um dia deitou fora a espingarda. (Irene Lisboa: „O soldado de chumbo“; in: Maria de Fátima Mesquita-Sternal, Michael Sternal (Hrsg.): Primeiras leituras. Erste portugiesische Lesestücke. München: Deutscher Taschenbuch Verlag 20085)

Das erste Zitat behandelt Überlegungen zur Evolutionstheorie und deren mathematische Darstellung, das zweite Zitat stammt aus meiner derzeitigen Unilektüre, und das dritte steht in meinem ersten portugiesischen Buch, aus dem ich schon erstaunlich viel verstehe, wie ich finde :) Der Satz bedeutet übrigens grob übersetzt: “Er grübelte so viel, dass er eines Tages sein Gewehr wegwarf” – es handelt sich um einen kleinen Zinnsoldaten.

Mein Headerbild

Das Headerbild meines Profils ist übrignes eine von mir etwas ‘zusammengequetschte’ Version eines Bildes, das auf dieser Seite zur freien Verfügung gestellt wird: www.smashingmagazine.com/texture-gallery-paper; dies hier ist ein Direktlink zum .zip-Archiv, in dem das Bild zu finden ist – allerdings empfehle ich jedem, der sich für frei nutzbare Makroaufnahmen von texturreichen Gegenständen begeistern kann, dem ersten Link zur Gallerie zu folgen; ganz unten befinden sich noch weitere Kategorien, neben Papier also auch Holz, Metall, Glas u.v.a. Thank you for providing these images for free! Muito obrigada, senhora Zilda Borges!

Picture of the Day von der Seite www.dailypainters.com

Plan und erste Kategorie

So, nach einer halben Ewigkeit nimmt das ganze Projekt jetzt endlich mal Form an – mir sind einige Ideen gekommen, worüber ich schreiben könnte (ja, ich weiß, sehr früh…). Ich werde nun nach und nach Kategorien einrichten und diese dann entsprechend mit Textchen gespickt mit geistigen Ergüssen füllen, angefangen mit meiner ersten Kategorie “schlechte Filme”, in der ich mich über Filme auslassen werde, die so grottenschlecht ist, dass man sich eigentlich wünscht, sie seien nie gedreht worden, bzw. dass man gar nicht glauben kann, das Drehteam habe das tatsächlich ernst gemeint.

Nun klingt das so, als hätte es mich jede Menge Blut, Schweiß und Tränen gekostet, mir diese Filme anzusehen – aber das Gegenteil ist der Fall: Es macht einen Heidenspaß zuzusehen, wie grausam ein selbsternannter Regisseur sich am Medium Film, das ja an sich einen gewissen Kunstgehalt aufweisen sollte, vergreifen und damit sein Publikum, das sich bei den meisten der vorgestellten Filme auf ein absolutes Minimum beschränken dürfte, verschrecken, verwirren und verstören kann. Und noch mehr Spaß macht es natürlich, gleichzeitig zu wissen, dass man selbst es sicher viiiiel besser gemacht hätte… Aus diesem Grund werde ich auch nicht auf Filme eingehen, die gerade so die Marke der Mittelmäßigkeit berühren, sondern nur auf die richtig bösen Fälle, die mehr “Meckerpotential” mitbringen und (Zufall?) meistens auch schon etwas älter sind (größtenteils von den blutigen Anfängen bis zu den 1980ern). So riskiere ich auch nicht, jemandem auf die Füße zu treten, der eventuell aus ideeller/emotionaler/romantischer Gebundenheit oder aus Mangel an Drang nach intellektuellem kinematographischen Gaumenkitzel an genau jenen mittelmäßigen Filmen hängt – denn die meisten, die einen dieser ganz schlechten Filme mögen, wissen, dass er schlecht ist, und mögen ihn genau deshalb ;)

Meine Inspiration und gleichzeitig die Quelle einiger meiner filmischen Bekanntschaften ist das Mystery Science Theatre 3000, eine Fernsehserie, in der ein Mensch zusammen mit drei Robotern ins All geschickt wird und sich dort schlechte Filme ansehen muss; eine Fernsehserie, die ich zwar erst vor kurzem kennen gelernt habe, die mich jedoch nichtsdestoweniger schon mit so einigen Themen für zukünftige Blogposts versorgt hat und sicher noch weiter versorgen wird.

Allerdings muss ich mir auch dazu erst Gedanken machen, ich bin auch nur ein Mensch und habe noch anderes zu tun… ;) Aber ich werde mich bemühen, öfter mal etwas von mir hören zu lassen, für all die ungeduldigen Leute da draußen ;) Nun ja, das erst mal als Plan. Wenn hier jemand einen furchtbar schlechten Film kennt, auf den ich noch gar nicht eingegangen bin, der aber aus seiner Sicht nicht ausgelassen werden sollte – einfach einen Kommentar mit entsprechendem Vorschlag hinterlassen, eventuell Zusatzinformationen, falls vorhanden, und ich werde mich informieren. Das ist allerdings kein Versprechen, also nicht böse sein, wenn ich euren Film aus Zeit- oder sonstigen Gründen nicht behandele ;) Ich nehme mir auch das Recht heraus, mich für die Nichtbeachtung eines Vorschlags nicht legitimieren zu müssen.

Also, um zusammenzufassen: Ich hoffe, die Idee findet ein wenig Anklang und mir fallen ein paar tolle Kommentare dazu ein! Hoffentlich bis bald!

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